{"id":654,"date":"2024-07-25T12:43:14","date_gmt":"2024-07-25T10:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/?p=654"},"modified":"2024-08-19T10:44:08","modified_gmt":"2024-08-19T08:44:08","slug":"wer-sind-wir-in-diesem-moment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/beitrage\/wer-sind-wir-in-diesem-moment\/","title":{"rendered":"Wer sind wir in diesem Moment?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lekt\u00fcre des Parascha Pinchas in dieser Woche machte mich auf die moralische und sachliche Dualit\u00e4t unseres Urteils aufmerksam: Pinchas wird f\u00fcr einen Mord mit der Ehre des ewigen Priestertums f\u00fcr seine Familie belohnt. In der heutigen Welt k\u00f6nnen wir uns mit dieser Tatsache nicht identifizieren. Die T\u00f6chter von Tzelofchad profitieren vom Erbe ihres Vaters. Sie suchen Moses, der Gott um Rat bittet. Und Gott findet es gerecht, dass sie das Erbe erhalten, wenn kein m\u00e4nnlicher Erbe vorhanden ist. Damit hat Gott dieses Gesetz geschaffen, mit dem wir uns heute sehr gut identifizieren k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Zeichen daf\u00fcr, dass unsere Herangehensweise an den Text der Thora an unsere Zeit und unseren Raum gebunden ist. Ein Jude, der diese Parascha im Jahr 230 in einer geschlossenen und machohaften Kultur las, h\u00e4tte vielleicht das Gegenteil von dem gedacht, was wir heute hier denken: Die Rechte der T\u00f6chter von Tzelofchad sind eine Beleidigung und Pinchas&nbsp;Fehlverhalten&nbsp;wurde&nbsp;hinweggesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ger\u00e4tselt&nbsp;schlug ich die Haftarah nach. Die Haftarah&nbsp;wird normalerweise von einem Propheten verfasst und schliesst die Parascha der Woche ab, entweder durch eine explizite Schlussfolgerung oder einfach durch die Erw\u00e4hnung des einen oder anderen Wortes, das sich auf den Text bezieht. F\u00fcr diese Parascha gibt es die Anweisung, dass wir, wenn wir Pinchas nach dem 17.&nbsp;Des hebr\u00e4ischen Monats&nbsp;Tammus lesen, die Haftarah&nbsp;aus dem Buch Jeremia (1:1-2:3) lesen sollten. Am 17. Tammus fallen die Babylonier in das K\u00f6nigreich&nbsp;Jehudah&nbsp;ein und belagern Jerusalem. Dann durchbrechen sie die Stadtmauern und zerst\u00f6ren am 9. des hebr\u00e4ischen Monats Av (Tisha B&#8217;Av) den Ersten Tempel und beginnen mit der grossen Verbannung der Israeliten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeremia ist der Prophet, der diese grosse Trag\u00f6die ank\u00fcndigt, die dem Volk bevorsteht. Oder besser gesagt, das Wort Gottes wird durch den Mund des Propheten manifestiert. Aus diesem Grund wird Jeremia, wie in seinem Buch beschrieben, auch zur&nbsp;<em>Persona non grata<\/em>&nbsp;unter der Elite Jerusalems. Jeremia, das an diesem Schabbat gelesen wird, ist ein zeitlicher\/historischer Meilenstein: Zur Zeit Jeremias fiel das Babylonische Reich in Jerusalem ein. Er beschreibt die Ereignisse, zieht Parallelen zwischen Ursache und Wirkung, gibt dem Leser einen allgemeinen Plan dar\u00fcber, was in dieser Region geschah und was kommen w\u00fcrde, und hilft zu verstehen, was dort zu dieser Zeit&nbsp;stattfand. Und es ist auch ein Meilenstein der Erinnerung: Jenseits der&nbsp;Tatsachen&nbsp;werden sowohl die Person Jeremias als auch die&nbsp;Vulnerabilit\u00e4t&nbsp;der Menschen in M\u00f6glichkeiten der Reproduktion und vielf\u00e4ltigen Erfahrungen dekantiert. Die Tatsache, dass der Erste und der Zweite Tempel am selben Tag zerst\u00f6rt wurden, ist nicht einfach ein&nbsp;Fakt, sondern ein Instrument der Erinnerungskultur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prophet ist kein Wahrsager und verf\u00fcgt auch nicht \u00fcber magische oder vorausschauende Kr\u00e4fte. In der j\u00fcdischen Tradition wird der Prophet von der Manifestation des Einen und Abstrakten Gottes inspiriert oder beeinflusst. Angesichts der&nbsp;moralischen Schw\u00e4che&nbsp;des Volkes Israel, seiner Distanz zum Bund mit dem Einen und Abstrakten Gott, geht Jeremia zu ihnen und m\u00f6chte sie durch Worte auf den Weg des Einen und Abstrakten Gottes zur\u00fcckf\u00fchren. Jeremias Worte hier sind mehr als&nbsp;ein g\u00f6ttliches Einschreiten, sie zielen darauf ab, die Menschen \u201eaufzur\u00fctteln\u201c, was&nbsp;an eine scharfe psychologische Intervention&nbsp;grenzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Jeremia 7 lesen wir:&nbsp;\u00abGewahrst du nicht, was sie ver\u00fcben in den St\u00e4dten Jehudahs und auf den Strassen Jeruschalajims? Die S\u00f6hne sammeln Holz und die V\u00e4ter z\u00fcnden die Feuer an, und die Frauen kneten Teig, Kuchen zu bereiten f\u00fcr die K\u00f6nigin des Himmels und Trankopfer zu spenden anderen G\u00f6ttern, um mich zu kr\u00e4nken. Kr\u00e4nken sie mich, Ausspruch des Ewigen, und nicht sich selbst, zu ihrer eig\u2019nen Schande?\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter in Jeremia 9: \u201eUnd sie spannen ihre Zunge wie ihren Bogen, L\u00fcge und nicht Wahrheit herrscht im Lande; f\u00fcrwahr, von Bosheit zu Bosheit schreiten sie, mich aber kennen sie nicht.&nbsp;Ausspruch des Ewigen. Vor seinem Freunde h\u00fcte sich jeder, und trauet keinem Bruder; denn jeder Bruder geht mit Hinterlist und jeder Freund als Verleumder umher.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in Jeremia 9:24 klingen die Worte wie ein&nbsp;Urteilspruch: \u201eSiehe, Tage kommen, Ausspruch des Ewigen, da ich zur Rechenschaft ziehe alle an der Vorhaut Beschnittenen\u2026 denn alle V\u00f6lker sind unbeschnitten und das ganze Haus Jisrael unbeschnittenen Herzens.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Geist, den uns die n\u00e4chsten drei Wochen bis zum 9. Av auferlegen, und basierend auf dem langj\u00e4hrigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Freunden, Bekannten und Verwandten, die in Israel leben, ist es unvermeidlich, Parallelen zwischen heute und&nbsp;dem,&nbsp;was Jeremiah uns erz\u00e4hlt hat,&nbsp;zu ziehen. Nicht die Fakten selbst, sondern im Rahmen der Erinnerungskultur. Als wir am 7. Oktober angegriffen wurden, konnten wir alle (von nah und fern) auf eine Reihe sensorischer, emotionaler, erblicher und umstandsbezogener Elemente zugreifen. Seit dem 6. Jahrhundert v.u.Z., zur Zeit Jeremias, wissen und sp\u00fcren wir, wie es ist, \u00fcberfallen zu werden und unsere&nbsp;Menschen&nbsp;aus&nbsp;ihren&nbsp;H\u00e4usern in feindliches Gebiet gerissen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann Menschen t\u00f6ten, aber nicht den Gott, der in ihnen lebt. Man kann ein Volk bezwingen, doch nie seinen Geist<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitten im Ersten Weltkrieg, als er in der \u00f6sterreichischen Armee diente, festigte der \u00f6sterreichische Jude Stefan Zweig, der meistgelesene Schriftsteller in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, unbestreitbar seine pazifistische Haltung. Und er wird Inspiration und Ausdruck vom Propheten Jeremia suchen, mit seinem Theaterskript \u201eJeremia, eine&nbsp;dramatische&nbsp;Dichtung&nbsp;in neun&nbsp;Bildern\u201c, das zwischen 1915 und 1917 geschrieben und am 27. Februar 1918 im&nbsp;Stadtspielhaus Z\u00fcrich&nbsp;uraufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Theaterst\u00fcck \u201eJeremias\u201c schildert anhand von Texten aus dem Buch des Propheten den moralischen und ethischen Verfall, in dem sich die Menschen damals befanden. Es ist jedoch kein deprimierendes Werk. Sowohl im Theaterst\u00fcck als auch im Buch des Propheten macht Jeremia deutlich, dass Gott sein Volk besch\u00fctzen und es erl\u00f6sen wird, wenn es den Weg der R\u00fcckkehr zu Seinen Geboten und Lehren einschl\u00e4gt, und es in das Land zur\u00fcckf\u00fchren wird, das Er seinen Vorfahren gegeben hat. Stefan Zweigs St\u00fcck endet mit dem inspirierenden Satz:&nbsp;\u201eMan kann Menschen t\u00f6ten, aber nicht den Gott, der in ihnen lebt. Man kann ein Volk bezwingen, doch nie seinen Geist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Generation und die letzten zwei oder drei geniessen gleichzeitig das historische Privileg des Gelobten Landes und die umst\u00e4ndliche Last des Exils, der&nbsp;\u00abDiaspora\u00bb. Das Gewissensdrama, das mit der Wiederherstellung Israels entstand, nicht&nbsp;mehr&nbsp;ein ideales und fernes Land, sondern ein moderner und bl\u00fchender Staat, k\u00f6nnte dazu gef\u00fchrt haben, dass unsere menschliche F\u00e4higkeit, mit dem Paradoxon umzugehen, ausgefranst ist. Der Antrieb der Chalutzim (Pioniere) oder die Dringlichkeit von Holokaust-\u00dcberlebenden oder Fl\u00fcchtlingen aus arabischen L\u00e4ndern hielten das Projekt \u201eIsrael\u201c jahrzehntelang aufrecht. Und jetzt? Ist Israel die Heimat der Juden&nbsp;und der J\u00fcdinnen&nbsp;des 21. Jahrhunderts? Spiegelt Israel unsere Sehns\u00fcchte wider? Wer pr\u00e4gt dieses Land, das immer weniger historisch und&nbsp;gelobt&nbsp;und immer moderner und&nbsp;verlobter&nbsp;ist?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Stefan Zweigs Autobiografie \u201eDie&nbsp;Welt von&nbsp;Gestern\u201c aus dem Jahr 1942 findet der rum\u00e4nisch-brasilianische Journalist, Schriftsteller und \u00dcbersetzer Nelson Vainer (1910-1997) die richtigen Worte f\u00fcr das von ihm zum Gedenken an den f\u00fcnfzigsten Todestag von Theodor Herzl herausgegebene Buch, das&nbsp;1954 von der&nbsp;Zionistischen Weltorganisation<strong>&nbsp;<\/strong>in Rio de Janeiro ver\u00f6ffentlicht. Seine Wahl war keineswegs zuf\u00e4llig. Stefan Zweig schreibt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSo ver\u00f6ffentlichte er seine Brosch\u00fcre \u203aDer Judenstaat\u2039, in der er proklamierte, alle assimilatorische Angleichung, alle Hoffnung auf totale Toleranz sei f\u00fcr das j\u00fcdische Volk unm\u00f6glich. Es m\u00fcsse eine neue, eine eigene Heimat gr\u00fcnden in seiner alten Heimat Pal\u00e4stina. Ich sa\u00df, als diese knappe, aber mit der Durchschlagskraft eines st\u00e4hlernen Bolzens versehene Brosch\u00fcre erschien, noch im Gymnasium, kann mich aber der allgemeinen Verbl\u00fcffung und Ver\u00e4rgerung der Wiener b\u00fcrgerlich-j\u00fcdischen Kreise wohl erinnern. Was ist, sagten sie unwirsch, in diesen sonst so gescheiten, witzigen und kultivierten Schriftsteller gefahren? Was treibt und schreibt er f\u00fcr Narrheiten? Warum sollen wir nach Pal\u00e4stina? Unsere Sprache ist deutsch und nicht hebr\u00e4isch, unsere Heimat das sch\u00f6ne \u00d6sterreich. Geht es uns nicht vortrefflich unter dem guten Kaiser Franz Joseph? Haben wir nicht unser anst\u00e4ndiges Fortkommen, unsere gesicherte Stellung? Sind wir nicht gleichberechtigte Staatsangeh\u00f6rige, nicht eingesessene und treue B\u00fcrger dieses geliebten Wiens? Und leben wir nicht in einer fortschrittlichen Zeit, welche alle konfessionellen Vorurteile in ein paar Jahrzehnten beseitigen wird? Warum gibt er, der doch als Jude spricht und dem Judentum helfen will, unseren b\u00f6sesten Feinden Argumente in die Hand und versucht uns zu sondern, da doch jeder Tag uns n\u00e4her und inniger der deutschen Welt verbindet? Die Rabbiner ereiferten sich von den Kanzeln, der Leiter der \u203aNeuen Freien Presse\u2039 verbot, das Wort Zionismus in seiner&nbsp;<a><\/a>\u203afortschrittlichen\u2039 Zeitung auch nur zu erw\u00e4hnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stefan Zweig findet treffende und vers\u00f6hnliche Worte f\u00fcr Herzl: \u201eIm ersten Augenblick konnte Herzl sich mi\u00dfverstanden f\u00fchlen; Wien, wo er sich durch seine jahrelange Beliebtheit am sichersten vermeinte, verlie\u00df und verlachte ihn sogar. Aber dann dr\u00f6hnte Antwort mit solcher Wucht und Ekstase so pl\u00f6tzlich zur\u00fcck, da\u00df er beinahe erschrak, eine wie m\u00e4chtige, ihn weit \u00fcberwachsende Bewegung er mit seinen paar Dutzend Seiten in die Welt gerufen. Sie kam freilich nicht von den behaglich lebenden, wohlsituierten b\u00fcrgerlichen Juden des Westens, sondern von den riesigen Massen des Ostens, von dem galizischen, dem polnischen, dem russischen Ghettoproletariat. Ohne es zu ahnen, hatte Herzl mit seiner Brosch\u00fcre den unter der Asche der Fremde gl\u00fchenden Kern des Judentums zum Aufflammen gebracht, den tausendj\u00e4hrigen messianischen Traum der in den heiligen B\u00fcchern bekr\u00e4ftigten Verhei\u00dfung der R\u00fcckkehr ins Gelobte Land \u2013 diese Hoffnung und zugleich religi\u00f6se Gewissheit, welche einzig jenen getretenen und geknechteten Millionen das Leben noch sinnvoll machte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vorwort der Ver\u00f6ffentlichung endet damit, dass Zweig seine Bewunderung f\u00fcr Herzl und seine Vertrautheit mit dem Judentum zum Ausdruck bringt: \u201eImmer, wenn einer \u2013 Prophet oder Betr\u00fcger \u2013 in den zweitausend Jahren des Golus (Diaspora) an diese Saite ger\u00fchrt, war die ganze Seele des Volkes in Schwingung gekommen, nie aber so gewaltig wie diesmal, nie mit solchem brausenden, rauschenden Widerhall. Mit ein paar Dutzend Seiten hatte ein einzelner Mann eine verstreute, verzwistete Masse zur Einheit geformt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ich frage mich in diesen drei Wochen, in denen wir so verletzlich sind, erneut: Was nun? Ist Israel die Heimat der Juden und&nbsp;J\u00fcdinnen&nbsp;des 21. Jahrhunderts? Spiegelt Israel unsere W\u00fcnsche wider? Wer pr\u00e4gt dieses Land, das immer weniger historisch und&nbsp;gelobt, daf\u00fcr aber immer moderner und&nbsp;verlobter&nbsp;ist? Wie&nbsp;gehen wir&nbsp;mit dem Paradoxon&nbsp;um?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lekt\u00fcre des Parascha Pinchas in dieser Woche machte mich auf die moralische und sachliche Dualit\u00e4t unseres Urteils aufmerksam: Pinchas wird f\u00fcr einen Mord mit der Ehre des ewigen Priestertums f\u00fcr seine Familie belohnt. In der heutigen Welt k\u00f6nnen wir uns mit dieser Tatsache nicht identifizieren. Die T\u00f6chter von Tzelofchad profitieren vom Erbe ihres Vaters. Sie suchen Moses, der Gott um Rat bittet. Und Gott findet es gerecht, dass sie das Erbe erhalten, wenn kein m\u00e4nnlicher Erbe vorhanden ist. Damit hat Gott dieses Gesetz geschaffen, mit dem wir uns heute sehr gut identifizieren k\u00f6nnen.&nbsp; Ein Zeichen daf\u00fcr, dass unsere Herangehensweise an den Text der Thora an unsere Zeit und unseren Raum gebunden ist. Ein Jude, der diese Parascha im Jahr 230 in einer geschlossenen und machohaften Kultur las, h\u00e4tte vielleicht das Gegenteil von dem gedacht, was wir heute hier denken: Die Rechte der T\u00f6chter von Tzelofchad sind eine Beleidigung und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":651,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[134,158,120,142,205],"class_list":["post-654","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitrage","tag-juedische-ethik","tag-juedische-feiertage","tag-juedische-lehre","tag-juedisches-gesetz","tag-moderner-staat-israel"],"acf":{"photo_gallery":{"slideshow":[[{"id":648,"title":"jeremias_jerusalem","caption":"Jeremias, Zeichnung von Sefira Lightstone","full_image_url":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem.jpeg","thumbnail_image_url":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem-150x150.jpeg","large_srcset":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem.jpeg 500w, https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem-300x180.jpeg 300w","medium_srcset":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem-300x180.jpeg 300w, https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem.jpeg 500w","media_details":{"width":500,"height":300,"sizes":{"medium":{"file":"jeremias_jerusalem-300x180.jpeg","width":300,"height":180,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":9823,"source_url":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem-300x180.jpeg"},"thumbnail":{"file":"jeremias_jerusalem-150x150.jpeg","width":150,"height":150,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":4444,"source_url":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/jeremias_jerusalem-150x150.jpeg"}}},"alt_text":"","url":"","target":""}]]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=654"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":921,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/654\/revisions\/921"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media\/651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heritageandhistory.ch\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}